Wohngebäude
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Die Wohngebäudeversicherung dient dem Hausbesitzer nicht nur zur Absicherung von Darlehen, die er wegen des Hausbaus oder -kaufs aufgenommen hat. Sie soll den Eigentümer besonders für den Fall schützen, dass es zu einem erheblichen Schaden und möglicherweise dem Verlust der Bewohnbarkeit des Eigenheims kommt. Brand, Sturm und mittlerweile auch Überschwemmungen oder den Folgen von Starkregen. Grund genug, sich Zeit zu nehmen, um eine passende, bleibend gute Absicherung zu finden!

Es gibt einige Dinge die Sie als Hausbesitzer wissen bzw. beachten sollten:

Die Gebäudeversicherung sollte so abgeschlossen sein, dass sie die von Ihnen gewünschten Gefahren (z.B. Feuer, Sturm, Elementar) einschließt. Dabei sollte ein Unterversicherungsverzicht enthalten sein. Weiteres, wichtiges Vertragsdetail ist die Versicherung zum "gleitenden Neuwert". Damit wird gewährleistet, dass der Eigentümer im Schadenfall keine Abzüge wegen Preissteigerungen bei Löhnen, Material usw. erleben muss.

Eine Gebäudeversicherung kann mit einigem zusätzlichem Aufwand verbunden sein, da bei einem Neubau von Geldgebern in der Regel der Nachweis einer Versicherung verlangt wird und beim Wechsel einer Gebäudeversicherung der alte Versicherer einen aktuellen Grundbuchauszug verlangen kann, um möglicherweise eingetragene Gläubiger von Grundschulden zu verständigen, wenn eine bestehende Versicherung erlischt.

Für die Versicherung zum gleitenden Neuwert werden jährlich neue Zahlen, Indizes bzw. Faktoren festgelegt, die sich an der Entwicklung der Preise in der Baubranche orientieren. Übliche Modelle zur Beitragsberechnung ist die Wohnfläche in Quadratmetern bzw. der Wert 1914. Dieser Wert wird bei Antragsstellung ermittelt und bei der Berechnung des Beitrags hinzugezogen. Zusammen mit dem Baukostenindex ergibt sich ein reiner Neubauwert, zusammen mit dem Beitragsfaktor oder Prämienfaktor ergibt sich ein Gesamtwert bzw. mit dem Beitragssatz ein Nettobeitrag. Bei der Berechnung nach Quadratmetern erfolgt die Umrechnung auf den Wert 1914 meist intern.

Bedingt durch eine stark steigende Anzahl von Leistungsfällen im Bereich von Schäden an Wasserleitungen haben die allermeisten Versicherer ein System eingeführt, das die Anhebung des Beitragssatzes mit zunehmendem Gebäudealter vorsieht. Dieses sollte beim Abschluß oder Wechsel sorgfältig angesehen werden. Auch eine Klausel wonach der Beitrag bei allgemein negativer Schadenentwicklung angepasst werden kann, findet heute Anwendung. Sog. Altverträge sind davon noch ausgenommen, sind aber in der Gefahr, dass der Versicherer zu gegebener Zeit von seinem Kündigungsrecht Gebrauch macht.

Sollte ein Gebäude in der Vergangenheit bereits von Schäden betroffen gewesen sein, empfiehlt es sich, mit dem Versicherer über eine Selbstbeteiligung zu verhandeln. Diese kann auf ausgewählte Gefahren, wie etwa Leitunsgwasser, beschränkt sein und nach einer vereinbarten schadenfreien Zeit auch wieder entfallen.

Modernisierungen bis hin zu Kernsanierungen können zu günstigeren Beiträgen führen. Bei vollständigen Kernsanierungen behandeln die Versicherer das Gebäude wie einen Neubau im Jahr der Sanierung.

Bei Vorschadenfreiheit bieten einige Gesellschaften einen günstigeren Anfangsbeitrag an. Da ist zu beachten, dass dieser mit Eintritt eines Schadens entfällt und sich der Beitrag dann erheblich erhöhen kann. So führt ein Rabatt von 25% nach einem Schaden zu einer Erhöhung um 33%!

Nun die aktuellen Zahlen für Wohngebäudeversicherungen:Versicherungswerte-Bartels

Für die Ermittlung des Versicherungswert eines Hauses gibt es vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft sog. Summenermittlungsbögen. Hier können Sie sich einen dieser Bögen ansehen und herunterladen:

vds773 Wert1914.pdf

Die Qualität einer Versicherung steht und fällt zuerst mit den Versicherungsbedingungen bzw. den Klauseln zum Versicherungsschutz. Da steht was in einem Schaden (mit-)versichert ist bzw. bis zu welcher Summe der Versicherer leistet. Hier nenne ich Überspannungsschäden, Schäden an Leitungen außerhalb des Hauses bzw. Grundstücks, Aufräumkosten, Dekontaminationskosten, die aus meiner Sicht passend mit eingeschlossen sein sollten.

Als Beispiel für recht umfangreichen Schutz sehen Sie bitte diese Beschreibung für ein Ein- bzw. Zweifamilienhaus
Leistungsübersicht_efh.pdf

und hier für ein Mehrfamilienhaus
Leistungsübersicht_mfh.pdf

Die Angebote von Maklerpools bzw. Assekuradeuren haben den Vorteil, dass sie über den üblichen Versicherungsschutz (weit) hinausgehen und vom Beitrag her günstig ausgestaltet sind.

Welches Angebot letztlich auch preislich hervorsticht entscheidet sich nicht selten daran wie das Gebäude genutzt wird. Dabei spielt eine unterschiedliche Rolle ob das Dachgeschoss ausgebaut ist oder Räume im Keller wohnwirtschaftlich genutzt werden.

Nun hoffe ich, dass ich Sie über einige wesentliche Grundlagen verständlich informieren konnte. Möchten Sie Fragen beantwortet haben, stehe ich gern persönlich, am Telefon zur Verfügung. Wollen Sie mich bei der Klärung, welche Versicherung für Sie die Beste ist, mit ins Boot nehmen und vom know how und der Erfahrung eines wirklich unabhängigen Versicherungsmaklers profitieren, stehe ich Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite!

Aktualisiert: 4.9.2020

Ich bin unabhängig als Versicherungsmakler tätig und in der
Regel beziehe ich den gesamten Markt in die Empfehlungen ein.
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